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Männerarbeit „Männer
und Mission“
In der Gemeindepraxis gibt es viele
Angebote, die von ihrem Inhalt und ihrer Gestaltung eher Frauen
als Männer ansprechen. Männergruppen und -kreise können
in ihrem oft ganz anderen Charakter Alternativen bieten. Männer
sprechen freier und offener über sich, ihre Gedanken und Gefühle,
aber auch über ihre Probleme, wenn Frauen nicht mit dabei sind.
Männergruppen und -kreise können
so geschützte Räume bieten für geistliche und zwischenmenschliche
Erfahrungen sowie Aufbrüche zu neuen Ufern. Männergemeinschaft
und Männerfreundschaft sind wichtige Stichworte und Ziele.
Für den Gemeindeaufbau und
das geistliche Wachstum beziehungsweise die Lebendigkeit einer Gemeinde
sind die spezifisch männlichen geistlichen Potenziale unerlässlich.
Das Stichwort „Freundschaftsevangelisation“ bekommt
durch die Männerarbeit ein besonderes Gewicht.
Männergruppen und -kreise können
Kontaktstellen von innen nach außen sein - und umkehrt. Dabei
haben die Männer die Chance, gerade über ihren eher praktischen,
anpackenden Zugang zum Gemeindeleben, andere mit ins Boot zu nehmen.
Männerarbeit ist ein seelsorgerlicher
Dienst an Männern, die angesichts großer Umbrüche
und Unsicherheiten in Arbeitswelt, Partnerschaft, Familie, Rollenverständnis
und so weiter unter großem Druck stehen. Die Gemeinde hat
die Aufgabe, Männer dabei nicht im Stich zu lassen, ihnen beizustehen,
sie zu entlasten, sie zu ermutigen und ihnen neue Perspektiven zu
vermitteln. Die Gemeinde ist für Männer da, ohne sie gleich
für ihre eigenen Zwecke (Evangelisation, Gemeindeaufbau) zu
gebrauchen.
Es gibt zwei Arten von Männerarbeit:
- Männerarbeit nach innen:
Die Arbeit, die unter und mit Männern geschieht, und die sie
befähigt und geistlich wachsen lässt, um zu dienenden
Vorbildern zu werden.
- Männerarbeit nach außen:
Die Arbeit, die durch Männer geschieht, indem sie anderen dienen
und auf diese Weise Christus ehren. |